Venenleiden – eine Volkskrankheit

Venen sind Blutgefäße, die sich durch unseren ganzen Körper zeihen. Sie führen das Blut zum Herzen zurück. Bei einem Erwachsenen Menschen transportieren Sie pro Tag ca. 7000 Liter Blut. Die Voraussetzung dafür sind gesunde Venen durch welche das Blut fließen kann.

Dabei haben es die Beinvenen besonders schwer. Sie müssen das Blut entgegen der Schwerkraft zum Herzen zurückführen. Dies gelingt Ihnen nur mit Hilfe der Venenklappen. Diese werden durch unsere Fuß- und Beinmuskulatur angeregt und bewegt und öffnen sich nur in Richtung des Herzes um einen Rückfluss zu verhindern. Leider ist bei den wenigsten Menschen dieses System so intakt wie oben beschrieben.

Risikofaktoren im Überblick

Jede 5. Frau und jeder 6. Mann in Deutschland leiden unter Krampfadern. Diese Venenleiden werden durch verschiedene Faktoren begünstigt.

  • stätiger Bewegungsmangel
  • langandauernde stehende oder sitzende Tätigkeiten
  • Übergewicht
  • übermäßiger Tabak- und Alkoholkonsum
  • lange Reisen in eingeschränkter Sitzposition
  • starker Wärmeeinfluss
  • einengende Schuhe/Kleidung
  • erbliche Veranlagung zu einer Bindegewebsschwäche
  • „Schwangerschaft“

Durch die sogenannten Risikofaktoren wird/oder ist das Bindegewebe im Venensystem geschwächt. Es kann auf Dauer dem Druck nicht mehr standhalten. Dadurch kommt es zu einer Gefäßerweiterung. Der Durchmesser der Venen vergrößert sich, so dass die Venenklappen nicht mehr richtig schließen können. Die Klappen werden funktionsunfähig.

Venenleiden – wenn sich das Blut in den Beinen staut

Das Blut staut sich in den Beinen, da der Blutrückfluss zum Herzen verlangsamt ist. Dadurch steigt der Druck in den Venen immer weiter an. Schließlich werden sie porös und durchlässig. Flüssigkeit aus dem Blut kann in das umliegende Gewebe austreten. Diese Flüssigkeitsansammlung in den Beinen nennt man „Ödem“. Vergrößerte Venen mit funktionsunfähigen Klappen nennt man „Krampfadern“.

Besenreiser sind eine Form von Krampfadern. Sie entstehen aufgrund der gleichen Ursachen. Es sind erweiterte winzige Venen in der Haut, welche von weiten wie ein blauer Fleck aussehen können. Sie gelten als ungefährlich können aber ein Anzeichen von tiefergeschädigten Venen sein. Unbehandelt können Venenleiden mitunter Komplikationen mit sich ziehen.

Dazu zählen u.a.

  • Ödeme
  • Venenthrombosen
  • Offenes Bein
  • Blutgerinnsel

Aus diesen Fakten lässt sich leicht ableiten, das Venenleiden nicht nur eine geringfügige Gesundheitsstörung sind. Diese sind meist ernst zu nehmende Erkrankungen, welche je nach Schweregrad und Intensität von einem Facharzt behandelt werden sollten.

Wie kann man Venenleiden vorbeugen/behandeln?
  • regelmäßige Bewegung
    am besten geeignet sind Sportarten wie: Fahrrad fahren, schwimmen, walken, joggen
  • Wechselduschen der Waden bzw. Wechselfußbad
  • Wassertreten
  • Übergewicht reduzieren
  • Gesunde Ernährung
  • ballaststoffreiche und salzarme Ernährung kann eine Schwellung in den Beinen vorbeugen
  • Öfters die Beine hochlagern
  • bei längerem Sitzen oder Stehen Venengymnastik durchführen
  • richtige Kleidung, keine zu engen und unbequeme Schuhe
  • Hitze vermeiden
  • Bei bestehenden Venenleiden Saunagänge, heiße Bäder und intensive Sonneneinstrahlung vermeiden
  • Rezeptfreie Medikamente z.B. Cremes, Salben, Tabletten oder kapseln, welches Rosskastaniensamenextrakt oder Extrakt aus dem roten Weinlaub enthalten – diese pflanzlichen Wirkstoffe dichten die Venenwände von innen ab und stärken sie somit
  • Stützstrümpfe bzw. Kompressionsstrümpfe tragen – diese unterstützen die körpereigene Muskulatur und helfen so, durch einen erhöhten Druck von außen auf die Venen, das Blut zum Herzen zu transportieren

    • die Venenwände werden entlastet
    • keine Blutstauung
    • keine austretende Flüssigkeit in das umliegende Gewebe

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