Was tun bei Lausbefall?

Kopfläuse werden meistens bei engem Körperkontakt, direkt von Kopf zu Kopf, übertragen. Auch besteht die Möglichkeit, dass die Parasiten bei der gemeinsamen Nutzung von Textilien oder Kleidung übertragen werden.

Überwiegend sind es Kinder, die Kopfläuse aus Gemeinschaftseinrichtungen mit ins familiäre Umfeld bringen. Da es keinen hundertprozentigen Schutz vor Kopfläusen gibt, kann man dem Lausbefall nur mit vorbeugenden Maßnahmen entgegnen. Prinzipiell können die Plagegeister zu jeder Jahreszeit auftreten.

Schon beim Verdacht auf Lausbefall Einrichtungen informieren

Um die Ausbreitung der Kopfläuse zu verhindern, sollten Sie die jeweilige Einrichtung umgehend informieren und Körperkontakt mit Betroffenen aus dem Weg gehen. Bereits bei dem Verdacht auf Lausbefall ist es sinnvoll sich ärztlichen Rat einzuholen.

Betroffene Einrichtungen unterrichten dann, in aller Regel, das Gesundheitsamt und auch jene Eltern, deren Kinder die gleiche Klasse oder Gruppe besuchen. Wenn keine Übertragung mehr erfolgen kann, dürfen Betroffene wieder zurückkehren – meistens schon nach dem Tag der ersten Behandlung.

Hygienische Maßnahmen nach einem Lausbefall

Gesunde und Erkrankte Personen sollten alltägliche Dinge wie Handtücher, Kämme, Bettwäsche, Kopfbedeckungen etc. nicht gemeinsam benutzen, um eine weitere Übertragung einzudämmen.

In jedem Fall müssen Sie sicherstellen, dass Kopfläuse oder ihre Nissen (Eier) weder in Kämmen noch in Kleidungsstücken überleben, die vom Betroffenen benutzt wurden. 

Tipps zur Vorgehensweise beim Lausbefall
  • Bürsten, Haarspangen und Kämme gründlich mit heißer Seifenlösung reinigen
  • Bei mindestens 60 Grad Kleidung, Handtücher und Bettwäsche waschen, wenn sie in direktem Kontakt mit dem Betroffenen war
  • Alle Gegenstände, die schlecht waschbar sind (z. B. Kuscheltiere, Mützen, Schals), jedoch im Verdacht von einem Lausbefall stehen, 3 Tage lang in geschlossenen Plastikbeuteln aufbewahren. Nach spätestens 55 Stunden sind Kopfläuse abgestorben, wenn Sie kein Blut saugen können. Bei -18 Grad können sie verlauste Gegenstände auch alternativ 2 Tage lang im Tiefkühlfach lagern.
  • Teppiche, Polstermöbel, Autositze, Kopfstützen, Fahrradhelme und Dinge die sich weder bei 60 Grad waschen bzw. bei -18 Grad einfrieren lassen, äußerst sorgfältig absaugen